Zamo Mkhwanazi, Südafrika, Schweiz, 2025o

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Südafrika, 1968. Die Apartheid ist geltendes Recht. Khuthala, ein begabter junger Musiker, will mit der Wäscherei seiner Familie nichts zu tun haben. Er träumt vom Jazz, von einem Leben, das von Musik geprägt ist, nicht von Seife und Dampf. Doch als die Apartheid-Regierung beginnt, gegen Geschäfte in schwarzem Besitz vorzugehen, und Khuthalas Vater verhaftet und zusammengeschlagen wird, beginnt der Traum zu zerbrechen. Um seinen Vater zu retten, trifft Khuthala eine unmögliche Entscheidung.

Südafrika, 1968: Khuthala Sithole träumt von einer Jazzkarriere in den USA, während sein Vater Enoch den Familienbetrieb, eine Wäscherei, in einer «weissen Zone» gegen die Übergriffe des Apartheidregimes verteidigt. Als Enoch verhaftet wird, gerät Khuthala zwischen familiäre Verantwortung, politische Realität und die Versuchung, sich durch Anpassung zu retten. Die südafrikanische Serienautorin Zamo Mkhwanazi erzählt in ihrem Langfilmdebüt die Geschichte ihrer eigenen Familie und vermeidet dabei bewusst jede heroische Überhöhung. Stattdessen zeigt sie den alltäglichen Druck eines Systems, das seine Gewalt durch scheinbare Normalität stabilisiert. Der familiäre Blick durch die Augen behüteter Mittelklassekinder - Khuthala und seine Schwester - öffnet auch dem Publikum deren Perspektive: Die Mechanismen der Apartheid erscheinen weniger als abstrakte politische Struktur denn als tief in den Alltag eingreifende Realität. Mkhwanazis Fernseherfahrung zeigt sich dabei in der präzisen Dramaturgie, die immer wieder aus dem Gleichgewicht ausbricht: Eine zentrale, lange Musikimprovisation im Haus einer Sängerin - Khuthalas möglichem Sprungbrett in die USA - bündelt die Konflikte zwischen Ehrgeiz, Loyalität und Verrat zu einem energetischen Wendepunkt. Gerade für ein mitteleuropäisches Publikum wirkt dieser Zugang irritierend vertraut: Die familiären Dynamiken erinnern zunächst an serialisierte Mittelschichtsdramen, bis die südafrikanisch-schweizerische Koproduktion ihre politische Sprengkraft entfaltet. Laundry nutzt diese Vertrautheit gezielt, um historische Distanz zu unterlaufen. So entsteht weniger ein klassisches Apartheiddrama als eine eindringliche Studie darüber, wie sich Unterdrückung in den Alltag einschreibt - leise, widersprüchlich und ohne einfache Auswege.

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Michael Sennhauser

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Filmdateno

Originaltitel
Uhlanjululo
Genre
Drama, Musik/Tanz
Länge
106 Min.
Originalsprachen
Zulu, Englisch, Afrikaans
Bewertungen
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ØIhre Bewertung8.2/10
IMDB-User:
8.2 (28)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Ntobeko SishiKhuthala
Siyabonga Melongisi ShibeEnoch
Bukamina Cebekhulu
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